KI und Datenschutz: DSGVO-konforme Automatisierung
Wie Münchner Unternehmen KI-Lösungen nutzen können, ohne gegen Datenschutzbestimmungen zu verstoßen — ein praktischer Leitfaden.
Das Datenschutz-Dilemma
Viele Münchner Unternehmer zögern bei KI-Projekten aus einem guten Grund: Datenschutz. Die DSGVO ist streng, die Strafen können hoch sein, und Cloud-Dienste amerikanischer Anbieter sind rechtlich komplex.
Die gute Nachricht: Es gibt Lösungen.
Die drei Säulen der DSGVO-konformen KI
1. Datenminimierung
Prinzip: Nur die Daten verarbeiten, die wirklich notwendig sind.
In der Praxis:
- Anonymisierung von Kundendaten vor der Verarbeitung
- Löschung von Trainingsdaten nach Modellentwicklung
- Klare Definition, welche Datenfelder verarbeitet werden
2. Transparenz
Prinzip: Betroffene müssen wissen, dass und wie ihre Daten verarbeitet werden.
In der Praxis:
- Aktualisierung der Datenschutzerklärung
- Information bei automatisierten Entscheidungen
- Dokumentation der eingesetzten KI-Systeme
3. Technische Sicherheit
Prinzip: Daten müssen angemessen geschützt sein.
In der Praxis:
- Verschlüsselung bei Übertragung und Speicherung
- Zugriffskontrollen und Logging
- Regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen
Self-Hosted vs. Cloud: Eine ehrliche Bewertung
Cloud-Lösungen (z.B. OpenAI, Google)
Vorteile:
- Schnelle Implementierung
- Kein eigener Server-Betrieb
- Modernste Modelle verfügbar
Risiken:
- Datenübertragung in die USA (Schrems II)
- Abhängigkeit vom Anbieter
- Weniger Kontrolle über Datenverarbeitung
Self-Hosted Lösungen
Vorteile:
- Volle Datenkontrolle
- Betrieb in deutschen Rechenzentren möglich
- Keine Datenübertragung an Dritte
Nachteile:
- Höherer initialer Aufwand
- Server-Administration notwendig
- Modelle manchmal weniger leistungsfähig
Unser Ansatz: Das Beste aus beiden Welten
Bei KI für München setzen wir auf einen pragmatischen Ansatz:
- Sensible Daten (Kundendaten, Finanzen, Personal) werden ausschließlich self-hosted verarbeitet
- Nicht-sensible Aufgaben (Texterstellung, allgemeine Recherche) können Cloud-Dienste nutzen
- Klare Trennung zwischen den Systemen
Konkrete Maßnahmen für Ihr Unternehmen
Vor dem KI-Projekt
- Datenschutz-Folgenabschätzung durchführen
- Verarbeitungsverzeichnis aktualisieren
- Auftragsverarbeitungsvertrag prüfen/schließen
Während der Implementierung
- Minimale Datenzugriffe konfigurieren
- Verschlüsselung aktivieren
- Mitarbeiter schulen
Nach dem Go-Live
- Regelmäßige Audits planen
- Löschfristen einhalten
- Betroffenenrechte gewährleisten
Fazit: Datenschutz ist kein Hindernis
DSGVO-konforme KI ist möglich — sie erfordert nur die richtige Planung. Mit selbst gehosteten Lösungen und einem bewussten Umgang mit Daten können Münchner Unternehmen die Vorteile der Automatisierung nutzen, ohne rechtliche Risiken einzugehen.
Der wichtigste Rat: Datenschutz von Anfang an mitdenken, nicht nachträglich draufsetzen.
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